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JURY

 


Die Kinderjury und die Jugendjury 2019

Nele Layla, Mischa, Arwid, Linda, Ariane, Ellen, Leonie (Kinderjury)

Raja, Jonah, Elias, Julia, Zora, Kester, Paul (Jugendjury)

 


 

Die Preisträger 2019 und die Begründungen der Jurys

 

Bester Kinderfilm

Invisible Sue – Plötzlich unsichtbar

Deutschland/Luxenburg 2018, Buch und Regie: Markus Dietrich, 95 Min., FSK 6

„Wir haben uns für einen Film entschieden, der uns mit seiner für Kinder spannenden und unterhaltsamen Art überzeugt hat. „Gemeinsam kann man alles schaffen“ war für uns eine wertvolle Botschaft.
In dem Film „Invisible Sue – Plötzlich unsichtbar“ geht es um Sue, die nach einem Unfall im Labor ihrer Mutter Superkräfte entwickelt, die sie unsichtbar werden lassen. Als ihre Mutter daraufhin entführt wird, weiß sie, dass sie die Einzige ist, die ihre Mutter retten kann. Zusammen mit ihren Freunden Tobi und App stürzt sie sich in ein Abenteuer voller Gefahren und Geheimnisse.  
Der Film beinhaltet Themen wie Freundschaft, Superhelden, Liebe und familiäre Beziehungen. Diese Themen haben uns sehr angesprochen, da sie für Kinder interessant sind und gut im Film eingebaut wurden.
Außerdem hat es uns sehr gefallen, dass der Film spannend erzählt wurde und gleichzeitig auch für ein jüngeres Publikum geeignet ist. Die Charaktere haben jeder für sich eine Entwicklung durchlaufen, was von den Schauspieler*innen sehr gut verkörpert wurde. Vor allem die Schauspielerin der Figur Lenja hat uns in ihrer Rolle sehr überzeugt.
Auch die visuellen und auditiven Mittel unterstützen den Film hervorragend. Die Kulissen sind sehr ausdrucksstark und die zahlreichen Details sehr beeindruckend. Der Film hat mit vielen verschiedenen Perspektiven gearbeitet. Die zahlreichen gut gemachten Effekte haben uns überzeugt. Auch die passende Musik hat den Film unterstützt.

Wir empfehlen diesen Film allen, die gerne Superhelden sein möchten und Superhelden gerne sehen. Es ist für uns ein Film, für Kinder ab 9 Jahren. Der Film eignet sich für den Kino-Besuch mit Freunden, aber auch für die ganze Familie, da er jedem Zuschauer Spaß und Spannung verspricht.“

 

Bester Jugendfilm

Blinded by the light

Großbritannien 2019, Regie: Gurinder Chadha, 117 Min., FSK 12

„Unser Preisträgerfilm vermittelt uns die Geschichte eines Teenagers, der lebensverändernde Erfahrungen sammelt, wie zum Beispiel: eine neue Schule, die erste Liebe, Probleme in der Familie und große Träume. Während des Films begleiten wir die Hauptperson auf dem Weg, seiner Leidenschaft nachzugehen und dabei seine Familie und Freunde nicht zu vernachlässigen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und wird glaubwürdig und authentisch erzählt.
Der sechzehnjährige Javed wohnt mit seiner pakistanischen Familie im England der 80er Jahre in der Kleinstadt Luton, nördlich von London. Durch seinen neuen Freund entdeckt er die Musik von Bruce Springsteen, die sein Leben schlagartig verändert. Die Lieder ermutigen und inspirieren ihn, seinem Traum Schriftsteller zu werden, nachzugehen. Javed schreibt schon seit längerer Zeit Gedichte und durch seinen neu gewonnen Mut traut er sich damit offener umzugehen. Im Laufe des Filmes trifft er auf viele Widerstände. Er gerät in Konflikte mit dem traditionsbewussten Vater, der sich für seinen Sohn ein ganz anderes Leben wünscht. Dazu kommt die partielle anti-pakistanische Haltung im England dieser Zeit, die sogar in Gewalt gegen ihn und seine Familie ausartet. Selbst sein bester Freund kommt mit dem neuen selbstbewussten Javed nicht zurecht. Javed muss nun aufpassen, dass ihm nicht alles entgleitet, was ihm wichtig ist.

Das England der 80er Jahre wurde überzeugend dargestellt. Sowohl die Schule, als auch Javeds Zuhause wirkten sehr lebensecht. Dadurch konnte man sich gut in seine Situation hineinversetzen. Der Zeitgeist wurde besonders durch die Kostüme und Requisiten transportiert. Insbesondere als sich Javeds Outfit zu einem amerikanischen Jeanslook ändert, spiegelt das auch seine persönliche Entwicklung wider.
Der Film arbeitet sehr abwechslungsreich mit unterschiedlichen Einstellungsgrößen, die die Inhalte und Emotionen des Protagonisten dem Zuschauer nahe bringen.
Der Film ist sehr musikalisch. Nicht nur durch die Inspiration der Bruce Springsteen Songs sondern auch durch farbenfrohe Musical-ähnliche Szenen. Sie setzen fröhliche Akzente und lockern die Geschichte auf.
Mit visuellen Einblendungen der Liedtexte, die rhythmisch – wie Graffitis –eingeblendet werden, wird die herausragende Verbindung von Musik und Songtexten dynamisch vermittelt.
Den Film prägen die außergewöhnlichen Einflüsse der Lieder von Bruce Springsteen auf die Entwicklung seiner Hauptperson. Die Lieder dienen nicht nur zur Untermalung sondern ihre Texte sind auch Motivation und Lebensgefühl für Javed. So singtSpringsteen: Für Javed bedeutet das, dass er erwachsener wird, sich verändert und nicht mehr als Junge wahrgenommen werden will, sondern als Mann. Während für seinen Vater England mit all seinen Möglichkeiten und Chancen das gelobte Land war, sucht Javed seinen Weg.
„Mister, I ain ́t a boy, no I ́m a man, and I believe in a promised land.“
Nun kann man sich natürlich fragen, was die Geschichte eines pakistanischen Jungen im England der 80er Jahre mit uns zu tun hat?
Für Javed bedeutet das, dass er erwachsener wird, sich verändert und nicht mehr als Junge wahrgenommen werden will, sondern als Mann. Während für seinen Vater England mit all seinen Möglichkeiten und Chancen das gelobte Land war, sucht Javed seinen Weg.

Nun kann man sich natürlich fragen, was die Geschichte eines pakistanischen Jungen im England der 80er Jahre mit uns zu tun hat?
Der Umgang mit Rassismus spielt auch in unserer heutigen Gesellschaft eine Rolle. Den Konflikt zwischen den Erwartungen der Eltern und den eignen Träumen und Wünschen kennt auch unsere Generation.Wir fanden den Film unterhaltsam und mussten oft lachen. Er hat uns aber auch zum Nachdenken angeregt und auf ein gutes Ende für Javed hoffen lassen. Blinded by the light ist ein schöner Jugendfilm, der auch bestimmt Erwachsenen gefällt.“

 

Lobende Erwähnung Kinderjury

Cleo
Deutschland 2018, Regie:Erik Schmitt, 101 Min., FSK 6

„Unsere lobende Erwähnung geht an den Film Cleo, der eine interessante, lustige, spannende, mitreißende und auch traurige und gefühlvolle Geschichte erzählt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.Die Kostüme passen sehr gut zu den Figuren und die detailreich gestalteten Wohnungen und interessanten Requisiten verleihen dem Film Charakter. Sehr kreativ gestaltet sind die Effekte, wie zum Beispiel die berühmten Persönlichkeiten, die in Form von Geistern im Film auftauchen. Die Sprache ist klar und verständlich. Besonders aufgefallen sind uns auch die gut gemachten Geräusche, die einzelne Szenen herausgehoben haben.“